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Salome Bader: "Mein halbes Jahr in Neuseeland"

Veröffentlicht am Dienstag, 06. September 2011 Geschrieben von Jens Vogtländer

Unsere Speedskaterin Salome Bader war ein halbes Jahr zum Schüleraustausch in Neuseeland und hat Interessantes zu berichten (Bilder am Ende des Artikels):

Mein halbes Jahr in Neuseeland

Ich war ein halbes Jahr zum Schueleraustausch in Neuseeland, genauer gesagt auf der Suedinsel in Dunedin. Eigentlich hatte ich gar nicht damit gerechnet, dass ich dort Inline Skaten wuerde koennen, weil mir gesagt wurde dafuer muss ich auf die Nordinsel. Ich hatte dann aber Glueck und bin bei einer Gastfamilie gelandet, die selbst 2 Kinder hatten die geskatet sind. Der eigentlich Club (South Canterburry Rollerskating Club) war 2 Stunden Fahrt von Dunedin, und ausserdem der Club von Weltmeisterin Nicole Begg.

Also bin ich dann im Juli mit meinen Skates im Gepaeck ans andere Ende der Welt geflogen. In Dunedin waren wir eine sehr kleine Trainingsgruppe, die auf dem Parkplatz von entweder dem Warehouse oder der IceRink trainiert haben. Insgesamt waren wir meistens nur zu 6. Mein Trainer (Brett McCormack), sein Sohn Mark, meine beiden Gastgeschwister Jonathan und Keaton, manchmal war Judah noch dabei, und ich. Training dort war ziemlich anders als hier, es war typisch neuseelaendisch eher eine spontane Aktion. Es gab keine festen Trainingszeiten, das hing von der Arbeit unseres Trainers und vom Wetter ab. Es wurde solange trainiert bis wir das, was wir uns vorgenommen hatten gemacht war, was meistens eine bis eineinhalb Stunden gedauert hat. Auch schulisch bedingt (Hausaufgaben waren dort nicht so gängig) hatte ich dort mehr Zeit nachmittags, und darum habe ich dort mehr trainiert als hier. Montags haben wir meistens zu Fuss mit dem nationalen IceSpeedSkating Coach und seinen Sportlern trainiert – Sprints, Treppentraining, Schnelligkeit. Dann 2-3 mal unter der Woche sind wir geskatet, plus Sonntags sind wir nach Timaru zum Club gefahren (meistens haben wir dann Indoor trainiert aufgrund des Wetters) fuer 2einhalb Stunden Training. Ende des Jahres hat dann auch Nicole Begg immer als Trainerin mittrainiert und ich kam auch zu ein paar Trainingsessions mit Bill Begg.

In der Zeit war ich bei 2 Wettkaempfen, die ich jeweils gewann, in Nelson wurde ich sogar im gemischten Rennen mit den Senior Girls/Men 3. Dann nach Weihnachten der Hoehepunkt, die Nationals (wie DM) in Auckland. Meine Gastfamilie ist mir zuliebe mit dem Auto hochgefahren, damit ich moeglichst viel von Neuseeland sehe. Nationals war 1 Woche, Indoor und Outdoor, und anschliessend mit Social (Abschlussball mit Verkündung wer zu Oceas (bei uns EM) fahren darf) . Dank dem vielen, und harten Training bin ich besser geskatet als zuvor, habe Bronze gewonnen, und habe die anderen neuseelaendischen Skater kennen gelernt, die mich sofort freundlich aufgenommen haben. 1 Woche spaeter war dann die Tour of Timaru, 1 Woche Wettkampf mit verschiedenen Rennen. Das war anders, weil man nicht nach Altersklasse eingeteilt wurde, sonder nach Leistung, und so Leute zusammen geskatet sind, die gleich stark waren. Die Rennen waren auch anders, einmal gab es 3km mit Hindernissen ueber ein Brauerei-Gelaende, dann 1000m, wo 2 gegeneinander gelaufen sind und der schnellere weiter kam. Insgesamt kam ich auf Platz 8, womit ich sehr zufrieden war. Als Abschluss war dann noch der Marathon dran, den ich auch erfolgreich zu Ende gelaufen bin. Bereits 3 Tage spaeter war mein Aufenthalt leider schon zu Ende, und so machte ich mich Ende Januar dann auf den Weg zurueck nach Deutschland. Ich kann sagen, es war einer wunderbare Zeit, und zu meinen Freunde vom Skaten habe ich noch Kontakt, und hoffe, dass ich bald wieder hin kann, oder sie mal nach Europa zum Skaten kommen.
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